Parlament Wien

Ausweichquartier Plenarsaal

Während der Generalsanierung des Parlamentsgebäudes übersiedelt der Parlamentsbetrieb in die Hofburg. Der Nationalrat und der Bundesrat tagen nun im, für diesen Zweck umgebauten, Großen Redoutensaal der Hofburg.

Für die Sitzreihen des Plenums und des Präsidiums wird der Tafelparkett komplett ausgelöst und infolge der extrem kurzen Bauzeit ein vorgefertigtes Podest eingebaut. Diese Elemente werden in einer Halle maßgenau vorgefertigt, komplett aufgebaut und mit Rohinstallationen ausgestattet. Für den Transport zum Großen Redoutensaal wird die Konstruktion in Einzelteile zerlegt und vor Ort wieder zusammengebaut. Die Konstruktion besteht aus sechs ansteigenden Sitzreihen, dem Präsidium und einer nunmehr zweigeteilte Regierungsbank. Für BesucherInnen, Medien und für den Bundespräsidenten wird eine Galerie, eine schlanke Stahl-Holz-Konstruktion, auf die historischen Gewölbe aufgesetzt. Infolge der weiten Auskragung wird die Konstruktion mit drei Schwingungstilgern bedämpft. Auf der Gegenseite wird eine Stahlkonstruktion als Aufhängung für die Replik des Bundesadlers sowie für Schallabsorber errichtet.

Mit Ende der Ballsaison 2017 wurden in knapp 4 Monaten rund 4.300 Quadratmeter Brandschutzplatten, 74 Kubikmeter Holz und 30 Tonnen Stahl über eine Fensteröffnung eingebracht und auf ca. 660 Quadratmetern verbaut.

Projektdaten:

Auftraggeber: Burghauptmannschaft Österreich

Ort: Wien

Leistungen: Projektsteuerung /-leitung, Statisch-Konstruktive Bearbeitung, Planungs- und Baustellenkoordination

Bearbeitungszeitraum: 2016 - 2017