ÖBB Lainzer Tunnel

Tunnelbaulose 25, 26, 31, 32, 33, 44

Der Lainzer Tunnel ist die Verbindungsstrecke zwischen der West-, Süd- und Donauländebahn in Wien und dient als Zubringer zum Wiener Hauptbahnhof.  Die Projektlänge beträgt 12,8 km und die Tunnellängen mit Anschlüssen betragen 15,4 km.

Gegenstand des Auftrages ist die Planung der in geschlossener Bauweise zu errichtenden Tunnelabschnitte inklusive zugehöriger Start- und Notausstiegsschächte.

Sämtliche Tunnel (Ausbruchsquerschnitte bis ca. 180m²) werden im bergmännischen Vortrieb nach den Regeln der NÖT in zweischaliger Ausführung (Spritzbetonaussenschale und wasserdichte Betoninnenschale) errichtet. Die Tunnel kommen in quartären und tertiären Wiener Lockergesteinsböden, größtenteils im Grundwasser, zu liegen. Die bis zu ca. 35m tiefen Startschächte werden mittels ausgesteiften aufgelösten Bohrpfahlwänden mit Pfahldurchmessern von 120cm und tiefen ovalen Spritzbetonschächten (ca. 25x18m) hergestellt. Die Notausstiege bestehen im Regelfall aus einem kreisrunden Spritzbetonschacht mit einem Durchmesser von ca. 10m und einem Innenausbau aus wasserdichtem Beton.

Das gesamte Projekt befindet sich in teils stark verbautem innerstädtischem Gebiet. In großen Bereichen werden wichtige Infrastrukturanlagen an der Oberfläche unterfahren. Stellenweise erfolgen die Arbeiten in unmittelbarer Nähe von in Betrieb befindlichen Eisenbahngleisen bzw. Hauptstromversorgungsleitungen (380 kV).

Für die Tunnelvortriebe muss das anstehende Grundwasser mit Brunnen von obertage um ca. 20m vorab abgesenkt werden.

Die Bearbeitung erfolgt in Arbeitsgemeinschaft mit iC consulenten ZT GmbH, Geoconsult Wien ZT GmbH und der Dr. Bernhard Strobl und Partner GmbH.

 

Projektdaten:

Auftraggeber: ÖBB Infrastruktur AG

Ort: Wien, Niederösterreich, Österreich

Leistungen: Statisch-konstruktive Bearbeitung im Einreichprojekt, Ausschreibungsprojekt und Ausführungsprojekt; Planungskoordination

Bearbeitungszeitraum: 1990 - 2012

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